#137 Unternehmertum, Verantwortung & die richtigen Worte

Shownotes

Heute begrüßen Markus und Philipp einen besonderen Gast: Vadim Basin, Leiter für Public Affairs, Presse und Kommunikation bei der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin.

In dieser Folge sprechen wir über Unternehmertum, Kommunikation und Verantwortung – und darüber, warum die Wahl unserer Worte gerade in der heutigen Zeit wichtiger ist denn je.

Vadim versteht sich als Brückenbauer. Und genau dieser Gedanke zieht sich durch unser Gespräch: Wie können wir miteinander ins Gespräch kommen? Wie schaffen wir Verständnis? Und welche Verantwortung tragen wir dabei – insbesondere als Unternehmer?

💬 Worte haben Wirkung.
Ein Satz kann verbinden, aber auch trennen. Gerade deshalb ist es entscheidend, bewusst zu kommunizieren und Worte mit Verantwortung zu wählen.

🤝 In dieser Folge sprechen wir unter anderem darüber:

• Warum Werte im Unternehmertum eine wichtige Rolle spielen
• Was es bedeutet, als Unternehmer Haltung zu zeigen
• Warum Kommunikation mehr ist als die richtigen Worte zu finden
• Wie wir Brücken bauen können, anstatt Gräben zu vertiefen
• Welche Verantwortung Unternehmer in unserer Gesellschaft tragen
• Warum Respekt und gegenseitiges Zuhören gerade heute so wichtig sind

Vadim gibt dabei persönliche Einblicke und regt uns dazu an, über unsere eigene Kommunikation und unser Handeln nachzudenken.

📌 Und weil unser Gespräch so viele spannende Themen umfasst hat, gibt es diese Folge in zwei Teilen.

Heute: Teil 1 von 2.

🎧 Hört rein und begleitet uns auf ein Gespräch über Unternehmertum, Werte, Kommunikation und die Verantwortung, die wir alle tragen.

#Podcast #MarketingUndVertrieb #Unternehmertum #Kommunikation #Werte #Verantwortung #Respekt #Brückenbauer #Leadership #ChabadBerlin #VadimBasin #BusinessMitWerten

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:01: Hallo eben, wir sind heute Nachmittag zusammengekommen und wie ihr schon seht haben wir Eingast Vadim.

00:00:09: Herzlich willkommen dass du bei uns bist.

00:00:11: Herzlichen Dank ist eine große Ehre für uns das du in Podcast Kommunikationskunst bist.

00:00:18: Philipp auch schön dass du da bist Aber heute aber heute ist der Fokus um Vadem.

00:00:24: Vadem wirkst Du denn?

00:00:26: Ich möchte ganz kurz ein paar Worte für unsere Zuschauer da draußen sagen

00:00:30: sehr gerne.

00:00:30: Bevor ich mich vorstelle, möchte ich euch danken über Markus.

00:00:34: lieber Philipp vielen Dank für die Einladung und das Interesse am Austausch.

00:00:39: Ich finde schon den Titel eines Portraits sehr gelungen Kommunikationskunst Sprache ist tatsächlich das mächtigste Tool dass wir Menschen haben und es gilt Sprache bewusst und für einen guten Zirk einzusetzen.

00:00:53: auch darüber können wir heute sprechen Spreche ich das an.

00:00:59: Ich widme mich der Kommunikation von ihm in meiner Aufgabe as Head of Public Affairs und Sprecher der jüdischen Gemeinde Hubbard Berlin und des Jüdischen Campus Berlin.

00:01:12: Ich gehöre aber auch zu den Initiatoren des deutschen Kultur- und Wirtschaftsforums und Themen, welche die Unternehmerwelt beschäftigen können wir damit gerne auch diskutieren.

00:01:24: Das klingt wahnsinnig herausfordernd und ich glaube, das ist eine sehr herausfordernde Aufgabe auch gerade in der heutigen Zeit.

00:01:31: Aber wir haben ja im Vorfeld schon so viel gesprochen.

00:01:34: Ich glaube, wir mussten uns wirklich schon bremsen.

00:01:37: wie du schon sagtest Sprache is ein mächtiges Werkzeug um eben mal das bewusst einzusetzen.

00:01:43: Ich denke schon über meine Worte nach und würde mir auch nachgesagt dass ich Worte bewusster einsetze.

00:01:51: dem einen oder anderen Menschen ohne jetzt Urteilen zu wollen, ist eine Sekunde mehr Nachdenken glaube ich nie verkehrt gewesen.

00:01:59: Und ich glaube in deiner Aufgabe muss man gerade in Kombination mit den jüdischen Glauben umso mehr nachdenken welche Worte man braucht wie man sie gebraucht.

00:02:11: nicht dass man was Falsches sagt und du Angst hast etwas Falsche zu sagen es gibt nichts falsches oder richtiges.

00:02:17: aber eben bewusst die Worte so zu setzen, ist es akzentuiert auf den Punkt gebracht.

00:02:25: Wenn ich das so sage, trifft es das?

00:02:28: Das was wir sagen hat einen Impact und deshalb sollte man sich dessen bewusst sein und ich bin auch der feste Überzeugung dass es nicht nur mit Sprache ist sondern bei allem dessen wir uns annehmen sollte man mit gewisser Freude Überzeugungen heranbieten, das sind Grundvoraussetzungen für Erfolg und Gelingen.

00:02:55: Und natürlich sollte man die Sinnhaftigkeit der eigenen Aufgabe sehen um sich tagtäglich Einhergehen, dann Herausforderungen zu widmen.

00:03:06: Weil also erst mal auch von mir schön, dass ich wieder eingeschaltet habe im besten Podcast der Welt zum Thema Kommunikationskunst und bei dem warum bist du heute hier?

00:03:14: Weil wir uns kennenlernen durften Bei einer öffentlichen Veranstaltung Und Ich würde gern sagen Du bist mehr aufgefallen in positiven Sinne und genau das ist was du dort gemacht hast ist im Endeffekt die Stimme aufrecht zu erhalten, die Kommunikation aufzubauen.

00:03:32: Wie du so schön gesagt hast, die Brücke zu bauen oder auch erstmal zu signalisieren dass du gemeinsamen Brücken bauen möchtest über die man auch gemeinsam gehen kann.

00:03:41: und da bist Du für mich sozusagen das Sprachrohr, die kommunikation Das Gesicht in dem Bereich für das Thema Public Affairs dieser jüdischen Gemeinschaft hier im Berlin.

00:03:53: Ich fand das einfach spannend.

00:03:54: Ich habe dich, glaube ich, relativ schnell danach angerufen und gesagt, ich muss mich mit dir treffen!

00:03:57: Ich will das wissen, ich will das sehen weil auch dem Thema in gewissermaßen nicht ganz abgeneigt bin so zumindest auf vom Interesse halber her.

00:04:05: Weil man

00:04:06: auch...ich

00:04:07: sage auch gerne von mir als jetzt nicht despektierlich gemeint, dass Deutschland unsere Geschichte natürlich immer wieder eine Berührungspunkte hat.

00:04:13: wie geht man damit um?

00:04:13: Was muss man da erzählen der diese kleinen zwei drei Elefanten im Raum?

00:04:17: und ich fand es so spannend weil du warst eben dieser Erklärende Elefant im Raum, im Positiven Sinne.

00:04:23: Du hast mir sofort eine Antwort gegeben auf die Frage, die ich noch nicht mehr gestellt habe und bei unbewusst so stellen wollte.

00:04:29: Deshalb fand ich es total toll weil du warst so offen, du war so nahbar, so menschlich toll, so interessant, dass ich da die Typen muss sich kennenlernen.

00:04:36: Hammer!

00:04:37: Danke dafür.

00:04:39: Ich war ja auch bei euch mal zu Besuch.

00:04:43: Was ist das da was du da sozusagen betreust?

00:04:47: oder auch widerspiegelst in deinem Bereich.

00:04:49: Das würde mich total gern freuen, weil deine Aufgabe Public Affairs ist ja im Endeffekt ein cooles englisches Wort?

00:04:55: Was bedeutet das bei dir am Alltag?

00:04:59: Letztlich Public Affairs assoziiert man immer mit Interessenvertretung.

00:05:03: In meinem Fall habe ich den Anspruch nicht nur die Interessen der jüdischen Gemeinschaft zu vertreten und die Spreche bewusen von der jüdischen Gemeinschafe und nicht nur unserer Gemeinde, sondern habe ich den Anspruch, Brücken zu bauen und Sichtbarkeit zu schaffen.

00:05:22: Sichtbarigkeit ist der erste Schritt in die Richtung Voraussetzungen zu schaffen um Vorteile abzubauen oder Symptomons abzubauten einander kennenzulernen.

00:05:32: Ich glaube das ist notwendig um den Herausforderungen welchen sich jüdischen Menschen durchaus konfrontiert sehen zu begegnen.

00:05:44: Danke

00:05:45: Ich muss auch mal im Vorfeld eine Idee angesprochen haben, da ich gesagt habe vor drei Jahren war ich in Kammerrunden und habe bei seiner Hochzeit dort begleitet.

00:05:57: Ich habe eben auch die Herausforderung von Trauzeuge angenommen.

00:06:06: Ich bin ohne Vorteile auf jeden Menschen offen zugegangen.

00:06:10: aber genau dieses offene einfach zu sagen mich zu öffnen hatte ich die Chance, mir eröffnet auch zu sagen okay ihr habt ja auch Schubladen.

00:06:21: Ach das ist interessant!

00:06:23: Das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm dass eigentlich Menschen voneinander gegenseitig Schubladen haben und eben aber trotzdem den Mut zu haben diese Schublade aufzumachen gemeinsam ganz wertneutral anzugucken gesagt Ach, das ist ja lustig was da drin ist.

00:06:40: Lass uns mal rausziehen, ausschütten und durch positive Erfahrungen wieder reinsetzen!

00:06:46: Und ich glaube es ist einfach eine gute Umschreibung fand' ich, dass wenn man die jüdischen Glauben in Kontakt oder das hört, denken einige Leute ins Schubladen und ich finde sie einfach auch sich mal anzugucken Die mit positiven Sachen zu belegen und wieder die Schublade zuzumachen, das ist eine große Chance.

00:07:13: Und ich glaube bei Public Affairs geht es ja auch so, dass wir Brücken bauen.

00:07:18: Eine Brücke kann man auch nur bauen wenn man von A nach B verbindet und eben die Chance gibt gemeinsam dann über die Brücke zu gehen.

00:07:26: Absolut!

00:07:27: Letztlich sind wir alle Menschen und haben viel mehr gemeinsam als man vielleicht erahnt.

00:07:35: Menschen sind im Ebenbilde Gottes geschaffen, unabhängig von der Glaubensrichter.

00:07:39: Und selbst wenn man nicht religiös ist das menschliche Miteinander fußt auf gewissen Werten die für alle nachvollziehbar sind.

00:07:47: trotzdem gibt es Vorurteile Es gibt Klischees, es gibt Witze und es ist wichtig auch über sich selbst lachen zu können ohne Menschen in Schubladen zu stecken.

00:07:58: Man kann Schubladen öffnen aber diese Inhalte können wir gemeinsam hervorkramen.

00:08:05: deren annehmen, wenn wir schon Witze ansprechen.

00:08:09: Ich folge gerade mit Prez.

00:08:11: richtig auf der Zunge sage ich so wie es ist bitte fang an!

00:08:17: Du bist ein Unternehmer Philipp und wir haben uns ja schon ausgetauscht.

00:08:20: den Austausch schätze ich übrigens ebenfalls sehr...

00:08:23: Das kann ich nur zurückgehen.

00:08:24: Sehr angenehm und bereichernd und wir stellen tatsächlich fest jedes mal aufs Neue wie viel wir gemeinsam haben in unseren Überzeugungen in unseren Tätigkeiten und wie viele Schnittmengen das einfach gibt.

00:08:37: Ein Witz oder ein Klischee ist ja, dass jüdische Menschen besonders geschäftstüchtig sei.

00:08:43: Genau!

00:08:43: Danke!

00:08:44: Habe

00:08:44: ich's mal gehört?

00:08:45: Gehört bei meinem Sitznachtbahn auf der rechten Seite.

00:08:51: Es gibt einen Witz, der sich genau dieser Frage stellt.

00:08:54: Ein Mann geht zu seinem Rabbiner und fragt Rabi, stimmt es das jüdischen Menschen besonders gescheftstüchtigt sind?

00:09:02: Und der Rabbi sagt lächelt, wieso fragst du dann mich?

00:09:07: und nicht meinen Bankberater.

00:09:11: Das passt, das passt!

00:09:13: Sehr sehr gut.

00:09:14: Tatsächlich

00:09:14: gibt es dieses Klischee.

00:09:18: ich glaube aber man darf keiner Religionsgemeinschaft, keiner Ethnir oder keiner Menschen begrünt setzlich.

00:09:31: Klische ist dieser Art Zuschreiben.

00:09:33: Aber es gibt historisch und kulturell bedingte Erklärungen für diese Annahmen.

00:09:41: Wir haben schon Werte angesprochen und im Judentum gibt es zwei sehr bekannte Konstrukte, deren sich auch jüdische Unternehmer zu Herzen nehmen.

00:09:59: Das erste Konstrukt ist die Kululam, also die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

00:10:05: Deswegen ist die Unterstützung der sozialen Komponent essentiell.

00:10:10: das andere ist Unternehmen verfolgen natürlich auch Zwecke der Gewinnmaximierung.

00:10:20: Trotzdem gibt es den Begriff ZDK.

00:10:24: ZDk ist die Spende.

00:10:27: Die Spende kann monetäre Natur sein, es gibt sogar klare Vorgaben.

00:10:31: ein Zehntel sollte man abgeben.

00:10:33: eine Spende oder Zdk Wohltätigkeit ist wahrscheinlich da richtige Begriff Kann auch soziale Natur sein.

00:10:41: ein nettes Wort haltet Unwendig auf.

00:10:44: Man kann seinen nächsten helfen, es gibt Sprichworte Wenn man einem Hunger einen Fisch gibt ist er ihn auch von Hunger wieder.

00:10:56: wenn man aber das Angeln lehrt, was er nie mehr hatte ausgesorgt.

00:11:02: Deswegen glaube ich sind diese zwei Konstrukte hervorzuheben.

00:11:08: Außerdem ist Bildung von besonderer Bedeutung und genießt ein sehr hohen Stellenwert in der jüdischen Tradition.

00:11:17: Einerseits natürlich die religiöse Bildung, die Tora wird im Zyklus gelesen, daher auch wahrscheinlich die Annahme dass man nie auslernt und das ist allen bekannt.

00:11:32: Das heißt man kann Bildung an Werte knüpfen.

00:11:36: wir sehen dass es in der heutigen Gesellschaft durchaus gebildete Menschen sind deren Wert Vorstellungen, die wir nicht teilen wollen und denen wir einen Schlossen widersprechen wollen.

00:11:47: Deswegen ist meines Erachtens wichtig Bildung auch an Werte zu knüpfen.

00:11:52: Das ist eine sehr gute Sache!

00:11:55: Wir haben auch den gemeinsamen Wert, dass wir überhaupt mit Wertern unterwegs sind.

00:12:03: Das ist erschreckend, dass es das schon zum Allied oder teilweise zum USP macht.

00:12:08: Du hast Werte!

00:12:10: Es gibt in der heutigen Zeit Menschen die haben wenig Werte, obwohl sie gebildet sind und überrascht mich weil ich denke immer irgendwie in Erstanien denkt man auch sehr viel an sich selbst.

00:12:22: Und jetzt nicht ich zentriert oder egoistisch.

00:12:26: Man kennt sich selbst irgendwie auch am besten und wenn man selbst mitwerten unterwegs ist fragt man sich warum du nicht?

00:12:34: Also, kann man so umschreiben?

00:12:38: Absolut.

00:12:39: Letztlich schaffen Werte auf Vertrauen und das ist ein Thema dem wir uns widmen können.

00:12:48: Ein Leitbild haben viele Unternehmer irgendwo auf ihrer Webseite.

00:12:52: ob sie dem folgen und wie sie das zum Ausdruck bringen oder es leben ist eine andere Sache die wir gerne ansprechen können.

00:13:00: einen letzter Punkt zum Klischee des erfolgreichen lydischen Untergebers.

00:13:09: Es gibt natürlich historische Anhaltspunkte, Juden erfuhren oft Vertreibung waren ausgeschlossen Zünften durften keinen vielen Berufen nicht nachgehen

00:13:25: und

00:13:26: widmet sich mehr oder minder Notgedrungen beispielsweise wirtschaftlichen Sachverhalten, im Geldverleih und unternehmerischen Tätigkeiten.

00:13:37: Und in dem Zusammenhang ist anzumerken dass ein Händedruck damals für einen Geschäft noch eine Garantie darstellte für Vertrauen.

00:13:50: man konnte sich auf einen Händeldruck verlassen wenn er mal mit jüdischen Menschen ein Geschäft abgeschlossen hat und vielleicht ist das Ein Vorurteil, aber ein positives Vorurteil meines Erachtens und es prägt ebenfalls die Wahrnehmung.

00:14:09: Und ich glaube auf das positive sollte man sich stets besinnen auch wenn die Ursprünge dieses Narrativs oder Geschieß historisch gesehen durchaus erschütternd und trauiger Natur sind.

00:14:24: also was ich ja so Unternehmer immer mal wieder festgestellt habe in den letzten Jahren wo ich selbst Unternehmer bin dass bestimmten Dinge in dieser Welt einen Wert gegeben wird oder ich definiere eine Sache, gebe dem ein Wert.

00:14:41: Für die eine ist es ein negativer Wert für mich selbst ist vielleicht ein positiver Wert aber die Betrachtungsweise vor einer Sache ist neutral.

00:14:50: Aber durch meine Betrachten kann sich eine Sache drehen in das positive wie auch ins negative und Ich habe festgestellt, dass bestimmte Sachen Zum Beispiel Geld war für mich als Unternehmer immer investitionsgut.

00:15:04: Ich kann mit Geld etwas bewegen, auch zum Positiven bewegen ich kann spenden und einen Menschen in Not helfen.

00:15:12: Es ist absolut positiv belegt.

00:15:15: aber es gibt Leute da draußen die wenig Geld haben.

00:15:21: Für sie ist das eine existenzielle existenzielles gut, das über Leben und Tod entscheiden kann.

00:15:30: Und das ist dann eben gepaart in so eine Situation, dass es auch schnell sich drehen kann von etwas was man Gutes tun kann, kann es bedrohlich werden.

00:15:42: Und jemand der ganz viel davon hat oder auf weniger hat oder viel für jemanden der nichts hat, ist auch wenig schon viel.

00:15:51: also das heißt vom Bezugpunkt her ändert sich Jede Sache, die eigentlich neutral ist aber der Bezugspunkt und Betrachtungsweise ändert einen Ding.

00:16:03: Und ja so viel zu meiner Erfahrung wie ich damit mit dem... Ich glaube das muss

00:16:09: man sowieso ergänzen in diesem Bereich weil nachher wo kommen wir her?

00:16:12: Wo gehen wir gemeinsam hin?

00:16:14: Weil nachher gibt es immer nur die Gemeinschaft die zusammenhält.

00:16:17: Das ist ein Thema wo ich auch sage wo kommen weh her?

00:16:20: und ich zum Beispiel kann sagen frei von dem Glauben als solches.

00:16:24: Ich hab die Schätzten kennengelernt, ich mag dich als Mensch und dass du eine Religion bei uns oder dieses übernimmst.

00:16:32: Nicht falsch stehen, das unterstütze ich.

00:16:34: aber es ist mir in der Entscheidung zu dem Kontakt zu dir eigentlich völlig egal weil ich schätze dich mit dir Essen zu geben mich mit dir auszutauschen, mich mit ihr daran zu verhalten um dass du einem Bereich sozusagen unterstützen tätig bist.

00:16:48: Das ist eher so ein Ding wo ich sage cool Aber ich mag dich.

00:16:52: Also wenn es jetzt nicht unethisch oder gefährlich ist, dann müsste ich mir überlegen wie sehr ich dich mag aber ich kann mich damit identifizieren und das muss ich auch sagen um diesen imkernen Elefanten dann trotzdem überhaupt.

00:17:07: Ich fand es halt trotzdem spannend weil ich sage mal so ich bin jetzt nicht in der Geschichte in der wir waren habe aber trotzdem als deutscher eben wieder damit zu kämpfen, dass ich mich gewissermaßen dafür rechtfertigen müsste.

00:17:19: Obwohl ich nichts mit dieser Geschichte vor mir zu tun habe null nahe der Hände und es hat war ich so unglaublich begeistert das du mir die Türen geöffnet hast gesagt komm doch mal mit.

00:17:28: und wenn ich jetzt auch so ergänzen und sagen darf Ich hatte niemals das Gefühl Du machst mich für meine Geschichte irgendwo zur Rechenschaft.

00:17:38: Du möchtest mich einem glauben oder einer Religion sozusagen reinziehen, wo du bist?

00:17:43: Du hast ganz offiziell sozusagen nur mit mir kommuniziert und mir gezeigt welche Plattform welchen Hafen du im Endeffekt bietest für Schiffe die anlegen möchten.

00:17:54: Und das finde ich ehrlich fand ich super spannend weil ich hatte nicht und das würde ich gern sagen niemals das Gefühl dass ich mich für meine schrägschräg Geschichte... ...und dafür kann ich nichts!

00:18:05: irgendwie äußern rechtfertig oder entschuldigen muss und fand das umso spannender war ich diese möglichkeiten also was du mir erzählt hast mit dem wie man sozusagen nahrung sozusagen vorbereiten muss.

00:18:15: das war so spannend weil ich mich mehr diesen thema ich habe gehört davon aber ich hatte schon die sorge.

00:18:21: also zum thema schubladen.

00:18:23: darf ich diese frage jetzt stellen?

00:18:25: die beste beispiel auf.

00:18:27: ich hab dich ja auch gefühlt in der vier augen unter vier augenfrag.

00:18:30: Und seid ihr erfolgreichere Geschäftsleute als wir so?

00:18:33: Warum seid ihr das?

00:18:35: Oder hast du halt selber auch geschmunzelt gesagt, wissen wir nicht.

00:18:39: Wir sind...wir mussten Lösungen für Probleme finden die wir gefunden haben.

00:18:43: ob wir deswegen erfolgreicher sind oder nicht?

00:18:45: Wir haben eine Gemeinschaft und das was ihr dort bietet ich glaube besser konnte man nicht sehen was es für eine gemeinschaft ist.

00:18:51: danke dafür auf jeden fall

00:18:53: Danke für deinen Besuch danke für die wertschätzenden Worte danke für sehr bereichenden Unterhalterinnen.

00:19:02: Ich möchte auf das Gesagte von euch beiden eingehen.

00:19:05: Ja, zunächst auf was du gesagt hast Markus mit dem Betrachtungswinkel.

00:19:11: ich würde es als zwei Seiten einer Medaille betrachten und es ist der Schlüssel zur Wertschätzung.

00:19:22: wenn man nur die eine Seite kennt weiß man nicht ob es besser oder schlechter sein kann Man weiß nicht woran man isst.

00:19:31: Richtig, auch Reichtum ist ein deembarer Begriff.

00:19:35: Aus jüdischer Sicht ist Reichtums die Fähigkeit zu schätzen was man hat.

00:19:45: Es ist nicht die Zahl auf dem Konto und es ist auch nicht der Antrieb nur zu verdienen.

00:19:56: Geld schafft, Möglichkeiten Gutes zu tun.

00:19:59: Geld ist ein essenzielles Tool und so hat es auch was Gutes kann aber auch zum Negative genutzt werden.

00:20:08: Und das sind die beiden Seiten der Medaille die aus unternehmerischer Aber auch aus menschlicher Sicht Entscheidend sind.

00:20:14: von daher Das was für einen viel ist Für den anderen wenig äußert sich genauso.

00:20:21: Es gibt die Geschichte Zum Bau des Mischkannen des Tabelnakes werden wird Philipp bereits darüber gesprochen.

00:20:29: Und es steht geschrieben, dass jeder einen halben Schäkel sich mit einem Halb-Schäkel beteiligen sollte.

00:20:38: und stellt sich die Frage, früher waren die Währung Münzen ein halber Schägel.

00:20:42: wie stellt man sich eine halbe Münze vor?

00:20:44: Und hier so einer halbe?

00:20:45: für den Einen ist eine halte Mütze ein ganzes Vermögen Für den Anderen nichts.

00:20:51: Aber es ist die Bereitschaft aufeinander zuzuirren Die Bereitschart seinen sozialen Beitrag leisten zu wollen.

00:20:58: Die ist entscheidend.

00:20:59: Und wir sind ganz unterschiedlich und auf dem jüdischen Campus in Berlin und in allen unseren Einrichtungen sind alle willkommen, man muss weder gemeinde mitgeht sein noch jüdischem Glauben zum an unserem Programm zu partizipieren.

00:21:16: deswegen verstehen wir vor allem den Campus als Begegnungsplattform und es ist unheimlich bereichernd dass wir Menschen unterschiedlich sind.

00:21:23: Zum einen wäre es unheimig langweilig, weil wir alle gleich wären definitiv.

00:21:27: zum anderen bringt jeder etwas Spezifisches Unikanes mit, womit er seinen Beitrag fürs gesellschaftliche leisten kann.

00:21:41: Auch aus unternehmerischer Sicht glaube ich positionieren sich mehr und mehr Unternehmen zu sozialen Themen und wenn sie sich nicht positionieren wird das ebenfalls eine Haltung wahrgenommen oftmals dem Unternehmen nichts zu Gute kommt.

00:22:00: Es ist aber die Frage, ob da tatsächlich Haltung dahinter steht oder die Notwendigkeit sich den gegebenen Alten anzupassen?

00:22:10: Absolut!

00:22:14: Man kriegt es schon mit, ob ein Mensch einfach nur von Werden redet oder auch vom Werden nachwerden lebt und gerade größere Unternehmen Dachskonzerne oder weltweite Konzerne... reden.

00:22:28: Manchmal habe ich den Eindruck von Werten, aber wie dir Wert sein gelebt wird?

00:22:32: Ob ich jetzt eine Mission formuliere die auf meine Webseite stelle oder ob das Unternehmenskultur wird da liegt glaube ich so ein feiner Unterschied.

00:22:41: und ich glaube es ist auch ein feine Unterschied wo man das dann eben auch merkt und man kann sich verstellen Aber auch nur bedingt und gerade als Unternehmer gerade im Mitte einer mit anderen Unternehmen oder auch mit Mitarbeitern Ja, alle kriegen mit wie man lebt.

00:22:59: Auch als Unternehmer, ob man Verantwortung hat, Verantwortung trägt oder es einfach nur leere Worte sind und ich hoffe im Letzten nicht nur leeren Worter sind sondern auch eben mit Werten gefüllt.

00:23:11: Ob man der Verantwortung gerecht wird und sich Thera überhaupt annimmt das ist glaube ich die Fall

00:23:18: Der ich so mal ergänzen darf, was sich so schön fand.

00:23:20: Die Worte, die hat eben gesagt, dass viele reden darüber über sozusagen Positionierung oder vielleicht auch dementsprechend über jetzt Spendenunterstützung oder sonstiges und genau diese Positionierung findet halt auch schon wenn man es nicht tut und vor allem sich dann nur auf der Webseite damit äußert als Mission und Ziel aber im Endeffekt nichts daran geht macht.

00:23:38: das Thema Public Affairs und jüdische Gemeinschaft sind ja gewissermaßen auch Herausforderungen.

00:23:43: also um den kleinen Bogen zu diesem Thema Vertrieb und Sichtbarkeit zu machen Was sind so die Sachen, wo du sagst.

00:23:52: Wo können wir gemeinsam die Brücke bauen?

00:23:55: Weil das Ufer dir zu zeigen... ...wo du sozusagen die Brücken anbauen könntest.

00:23:59: Das ist natürlich das, wo ich sage ja aber da brauchst du ja trotzdem Unterstützung.

00:24:01: Da brauchst Du ja trotzdem Hilfe!

00:24:03: Das war was ihr bietet ist ja am Endeffekt auch schon sehr viel.

00:24:07: nur ist die Frage trauen sich die Menschen auf euch zuzugehen.

00:24:10: Das wäre diese berührende Berührungsangst.

00:24:14: Was ist so deine Herausforderung?

00:24:15: oder was ist so deiner Arbeit, wo du sagst hey hier könnt ihr Unterstützung leisten.

00:24:20: Ihr helft dir weil das was ihr gemacht habt ich war ja auch in der Schule Es war unglaublich toll was ich da sehen durfte.

00:24:27: Ich war bei der Begegnungsstätte ich hab von den Investibles gesprochen.

00:24:30: Das war so wie gesagt wow und es macht ihr gefühlt nebenbei.

00:24:36: Wir machen's taktäglich!

00:24:37: Es ist die Arbeit aus Überzeugung.

00:24:44: Wir wollen zeigen dass jüdisches Leben Teil der Gesellschaft ist.

00:24:51: Deshalb ist Sichtbarkeit so entscheidend dort in Begegnung.

00:24:56: Public Affairs, in meinem Falle bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft auch Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur.

00:25:06: das Sozialem miteinander lebt durch Begegenung, durch Menschen und durch den Beitrag jedes Einzelnen.

00:25:18: Was kann man tun?

00:25:20: Ich hole etwas weiter aus.

00:25:23: Du hast über Schuld gesprochen!

00:25:25: Ich möchte nicht immer über Schuld sprechen, ich möchte auch jüdisches Leben oder jüdisches Unternehmertou nicht im Kontext des Antisemitismus und der Shoah betrachten – nicht ausschließlich sondern zeigen dass jüdieses Leben vielfältig bunt, lebhafter ist und Teilen in mitten der Gesellschaft stattfindet.

00:25:50: Und da beginnt das Handeln.

00:25:52: Man kann immer reagieren, wenn etwas vorfällt.

00:25:55: Wenn die Schlagzeilen jeder über antisemitische Vorfeld berichten.

00:26:03: aber man kann Präventivarbeit leisten.

00:26:05: und wir versuchen eben gegenüber Antisemitismus zu sensibilisieren das heißt Antisemitism kritischer Arbeit zu leisten aufzuklären über Äußerungen Parolen Zeichen etc.

00:26:20: Aber auch jüdisches Leben nörbar zu machen, die Beginnungen zu ermöglichen.

00:26:23: Deswegen ist der Campus so wichtig und jeder soll sich willkommen fühlen, sich zu beteiligen.

00:26:33: Die Sensibilisierungsprogramme richten sich an Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich genauso aus den politischen Bereich Stiftungen.

00:26:44: Es fängt beim Postboten an der an einer jüdischen Hausporte klingelt und vielleicht mit dem Misusa den haussegen nichts anzufangen weiß.

00:26:51: Und es zieht sich quer durch den Alltag.

00:26:54: bei Flughafenkontrollen haben wir bereits viel uns eingesetzt, dass der Umgang mit jüdischem Menschen um bestimmte Attributen bei der Sicherheitskontrolle auf eine menschliche und sichere für alle eine vollziehbare Art und Weise stattfindet.

00:27:17: Es zieht sich quer durchs Leben, und durch den Alltag jedes Altenen.

00:27:23: Warum ist Schuld falsch?

00:27:26: Schuld-Kleerungsarbeit aber auch Aufarbeitung von Vergehen die Unternehmen teilweise leisten.

00:27:37: Das größtenteils sehr aufrichtig und wichtig.

00:27:41: Wichtiger ist aber auch Verantwortung wahrzunehmen, die aus der Schuld, die oftmals nicht persönlicher Natur ist wahrzunehmen.

00:27:50: Diese Verantwortung sollte allgegenwärtig sein und allen bewusst sein.

00:27:54: Und da können sich Hall einbringen dass das was geschehen ist nie wieder geschieht.

00:27:59: Dass man...

00:28:03: Sagst du tiefe Worte obwohl wir vor den Wahl stehen so in der Art?

00:28:08: Ja ich muss die Spezie jetzt mal werfen weil danke dir dafür!

00:28:11: Weil genau das ist das was die Leute Wissen müssen, das müssen die Leute wissen.

00:28:18: Ich hoffe dass Verständnis einkommt und verständnis gehört durchaus ein.

00:28:22: Ich finde

00:28:23: auch, dass man mit Respekt und mit Werten gemeinsam sich begegnet und die Chance gibt sich begegnen um den anderen wahrzunehmen.

00:28:32: Und ich glaube das ist eben die Chance jetzt nicht zu problematisieren sondern irgendwie positiv.

00:28:39: was positivst du findest

00:28:41: herausforderungen.

00:28:42: Wenn man hartnäckig nach Herausforderungen sucht, wird man immer welche finden.

00:28:47: Ich würde sagen... Kann aber den Kopf in die Hände vergraben und sagen es wird mir zu viel oder man kann Möglichkeiten daran sehen.

00:28:56: Möglichkeiten Dinge besser zu machen, Möglichkeiten auch zu helfen.

00:29:04: und noch unternehmerisch seine Mische zu finden.

00:29:08: Es sollte keinesfalls reiner Opportunismus sein, das ist auch eine ethische Frage.

00:29:13: aber da sind wir bei den beiden Seiten der Medaille und Herausforderungen schnell noch Möglichkeiten dar und Potenziale die wir alle in uns haben.

00:29:23: auch das verbindet.

00:29:24: Die kann man gemeinsam aufdecken und vor allem ausschöpfen.

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